Spindel & Schwert

als Karolingerin 

 

 

Spindel & Schwert

-Werkstatt für historische Textildarstellung-

Ist ein kleines Ein-Frau-Unternehmen mit Familienanschluß….

das sich mit der Herstellung von historischen Textilien von der Hallstattzeit über die römische Besatzung bis zur Alamannenzeit im Raum Südwürttemberg-Südbaden beschäftigt. Anhand von Funden, Beschreibungen von antiken Autoren und Vergleichen zu Textilien aus anderen Gegenden versuche ich , mit einigen Freiheiten und viel Fingerspitzengefühl , was Musterung und vor allem die Farbe betrifft ,Kleidung zu rekonstruieren und die Arbeit an alten Webgeräten nachzuempfinden.

Auch das Wollgarn wird von mir selber eingefärbt, teils mit selbst gesammelten Pflanzen, teils mit gekauften Färbedrogen, die jedoch – bis auf wenige Ausnahmen- während der damaligen Zeit schon bekannt waren oder archäologisch nachgewiesen sind.

Bei Veranstaltungen und bei Ausstellungen versuche ich mit den Mitteln der damaligen Zeit- Gewichtswebstuhl , Webbrettchen, Kessel und Feuerstelle, die Herstellung und Bearbeitung von Textilien von der vorrömischen Eisenzeit bis in die Spätantike zu demonstrieren.

Dabei werden auch andere Aspekte des damaligen Lebens nicht ausgeklammert, zB Ernährung, Gesellschaft, Kultur usw.

Zur Darstellung gehört auch eine der Zeit angepasste Tracht, von der Bekleidung über Schuhe bis zum Schmuck, Fibeln , Glasperlen, Gürtel usw. sowie diverse Gegenstände des Alltagslebens .

Durch die Zusammenarbeit und dem Austausch mit ArchäologInnen und anderen DarstellerInnen versuche wir die Darstellung möglichst authentisch zu gestalten.

Seit 2009 sind wir Mitglieder der ASK-Alamannen . Mit ASK haben wir auch den Wechsel in die frühkarolingische Zeit als "Hiwisca-eine familia in der Karolingerzeit " gemacht .

Nichtsdestoweniger sind wir als "Spindel und Schwert" weiterhin in der Zeit der Kelten , der frühen und kaiserzeitlichen Germanen und der Alamannen des 6. Jhdts unterwegs.

Spindel und Schwert bietet inzwischen auch auch Holzhandwerk an der Drechselbank an !

Anders als die Wippdrechselbänke , die meist bei Veranstaltungen zu sehen sind, ist unsere Bank für Mithelfer konzipiert.

Kleine und große BesucherInnen können die Werkstücke mit einem Seil antreiben .

Viele Kinder sind absolut begeisterte und ausdauernde Treiber .....

 

 

 

Der Name
Warum ausgerechnet „Spindel & Schwert“ ?

Beide Werkzeuge stehen für die Arbeit der Frauen , für die Herstellung von Textilien. Sie tauchen oft in keltischen und germanischen Frauengräbern als Beigabe auf .

Die Fallspindel wurde bis in 18. Jhdt. zur Herstellung von Garnen und Zwirnen benutzt, und wurde nur zögerlich durch das im späten Mittelalter erfundene Flügelspinnrad ersetzt.

Und das Schwert -gemeinhin als Angriffswaffe in den Händen der Männer bekannt ?

Frauen der Jungsteinzeit, der Bronzezeit, der Antike und des frühen Mittelalters verwendeten ein hölzernes , beinernes oder eisernes Webschwert, um die Schussfäden im Webstuhl oder am Bandwebgerät anzuschlagen.

Sogar ausrangierte Waffen wurden zu Webschwertern umfunktioniert und reichen Frauen mit ins Grab gegeben.

Wie wichtig Spindeln und Webstühle waren zeigen auch Inschriften auf keltischen Spinnwirteln und Runenzeichen auf alamannischen Webstühlen.

Die Zeiten waren kriegerisch, Kämpfe waren an der Tagesordnung, und so ist der Begriff des Schwertes im wahrsten Sinne des Wortes zweischneidig !

 

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